Mein Trainingspartner ist mein Hund. Na und?

Bewegung ist gesund und Training kann bei vielen gesundheitlichen Problemen die Lösung sein. Bewegung ist allerdings nicht unbedingt mit einem Gesundheitstraining gleichzusetzten. Viele Menschen vertreten die Meinung, dass ein angeleitetes Gesundheitstraining bei ihnen nicht notwendig sei, denn sie bewegten sich mehr als genug. Grundsätzlich ist es richtig, dass z.B. ein Training im FitnessClub oder Sportverein nicht notwendig ist – allerdings nur, wenn wir dem Körper alle notwenigen Bewegungs- und Kraftreize in ausreichender Menge und Qualität geben, derer er bedarf. So brauchen wir körperliche Anstrengungen, mit denen wir unseren Organismus regelmäßig fordern, um ihn gesund zu halten. Unsere steinzeitlichen Vorfahren konnten dies in der früheren Zeit perfekt umsetzen, wir tun uns in der heutigen Zeit damit recht schwer. Eher selten sehen wir erwachsene Menschen durch die Straßen rennen oder Bäume hochklettern. Schwere Lasten werden nicht getragen, sondern gerollt oder gefahren. Rolltreppen erleichtern das „Klettern“. Zusätzlich belasten wir unseren Körper durch einseitige monotone Bewegungen, langes Sitzen oder Stehen und eine schlechte Ernährung, so dass dem Organismus oft auch die Nährstoffe fehlen, die er für ein gesundes Funktionieren bräuchte. Stressige Situationen bestimmen den Alltag und wir haben keine Möglichkeit, die ausgeschütteten Hormone wie Adrenalin im Körper wieder abzubauen und dadurch die schädlichen Auswirkungen zu verhindern. Unsere Steinzeitbrüder konnten ihr Adrenalin, was sie auf der Jagd ausgeschüttet haben auf dem langen Heimweg problemlos wieder abbauen. Auf viele von uns lastet ein vielfach größerer Druck über viele Stunden am Tag, aber keiner würde sich dann auf eine kilometerlangen strammen Fußmarsch nach Hause machen, oder?

Die Funktionalität und die Gesundheit unseres Organismus hängen immer davon ab, wie er gefordert wird. Viel Stress, schlechte Ernährung, wenig oder nur einseitige Belastung bestimmen unsere Zeit. So kommt es schnell zu Problemen, wie Rückenbeschwerden, Übergewicht, Bluthochdruck oder Stoffwechselerkrankungen. Leider ist für viele Menschen die logische Konsequenz aus dieser Problematik nicht ersichtlich. Wirken auf den Körper derart viele negative Belastungen mit dem Resultat von massiven Erkrankungen, so müssen gezielt positive Reize eingesetzt werden, um die Situation auszugleichen. Hierbei geht es nicht um kurzfristige Hilfe vom Arzt. Habe ich Rückenprobleme, weil ich im Job viele Stunden am Tag starr sitzen muss, so brauchen meine Muskulatur und meine Wirbelsäule gezielte Kraft- und Bewegungsreize. Es reicht dann nicht aus, im Sommer im Garten zu arbeiten. Die Muskeln müssen über ihre bisherige Kraft hinaus gefordert werden, um stärker zu werden, regelmäßig und langfristig. Habe ich Übergewicht, Diabetes oder Bluthochdruck reicht es nicht aus, täglich kurz mit dem Hund rauszugehen und nichts mehr zu essen. Ein ausgearbeiteter Ernährungsplan für eine langfristige Ernährungsumstellung gekoppelt mit Trainingsreizen, die über die Alltagsanforderungen hinausgehen bringen den Körper dazu, sich positiv anzupassen und den restlichen Belastungen besser Stand zu halten.

Bewegung ist immer gut, aber wenn gesundheitliche Probleme bestehen, dann reicht der Garten oder der Spaziergang mit dem Hund nicht aus. Lassen Sie sich von Fachleuten betreuen, kaufen Sie sich Bücher oder benutzen Sie beim Spaziergang einen Pulsmesser. Sie haben es in der Hand! Und die, die keine Rücken-, Gewichts- oder andere Gesundheitsprobleme haben, können warten bis sie da sind, oder vielleicht jetzt schon anfangen: 2mal pro Woche für eine Stunde! Und vielleicht lassen die Krankheiten dann ganz lange auf sich warten.

Viel Spaß beim Trainieren!

Alles Gute

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